Das Konzept

Medien durchdringen unsere Alltagskultur und sind vor allem aus der Lebenswelt junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Gerade für Heranwachsende nehmen sie einen bedeutenden Stellenwert ein, indem sie ein Spektrum an Möglichkeiten bereitstellen, gleichzeitig jedoch auch mit neuen Problematiken verbunden sind. So kann bspw. die immerwährende Erreichbarkeit verbunden mit der Angst, etwas zu verpassen (engl. fear of missing out; kurz: FOMO) ein „Abschalten“ erschweren und in einer Art Abhängigkeit resultieren.

Hier setzt unser Projekt an: „Level Six“ ist ein umfassendes Beratungs- und medienpädagogisches Angebot, welches gezielt die exzessive Nutzung von Kommunikations- und Unterhaltungsmedien durch Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren in den Blick nimmt.

Damit richtet es sich speziell an Heranwachsende, die durch ihr problematisches Nutzungsverhalten u.a. neben ihren alltäglichen oftmals auch ihre schulischen Verpflichtungen vernachlässigen. Ergänzend hierzu erhalten Eltern und Pädagog_innen Hilfestellungen im Erziehungsalltag. Den Schwerpunkt des Projekts bildet neben der Elternberatung die medienpädagogische Arbeit mit Heranwachsenden, die mittels wöchentlich stattfindender geschlechtsspezifischer Gruppen realisiert wird. Abgerundet wird das Angebot durch Workshops und Informationsveranstaltungen. Übergreifendes Ziel von „Level Six“ ist die konstruktive Auseinandersetzung im Umgang mit dem problematischen Mediennutzungsverhalten und das Aufzeigen von Lösungsansätzen.

Die Aktion Mensch fördert das Projekt „Level Six“ mit über 156.000 €.

Überblick über die ineinandergreifenden Projektbausteine

  1. Medienpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: Mit einer akzeptierenden Grundhaltung wird an dem Interesse der Kinder und Jugendlichen angesetzt, wobei die Arbeit mit Medien als Anknüpfungspunkt dient. Ziel der Gruppenarbeit ist neben dem Kennenlernen alternativer Freizeitangebote die Erweiterung der ausgeprägten Konsumhaltung um neue kreative Handlungsweisen im Umgang mit Medien. Angeboten werden drei geschlechtsspezifische Gruppen, welche wöchentlich stattfinden.
  1. Das Elterncafé: Im Rahmen von monatlich stattfindenden offener Treffen, welche von medienpädagogischem Fachpersonal begleitet wird, erhalten Erziehungsberechtigte die Gelegenheit, Infos und Tipps zum problematischen Medienumgang zu erhalten, Probleme zu klären und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
  1. Beratungsangebot für Eltern und Jugendliche: Ein speziell entwickeltes Beratungsangebot für Eltern Heranwachsende bietet konkret Hilfestellungen und schafft eine Basis für Verhaltensänderungen.
  1. Fach- und Infoveranstaltungen für Eltern und PädagogInnen: Veranstaltungen zu medienpädagogischen und medienerzieherischen Themen können angefragt werden.
  1. Kooperation mit Elternzeitschrift zur Publikation von Einblicken in das Projekt und medienerzieherischen Tipps für Eltern.
  1. Eine über die Projektdauer fortwährende Evaluation der Angebote ermöglicht die stetige Verbesserung und Anpassung der Angebote an die jeweilige Zielgruppe.